Samstag 25.04. 20:00

Transporter + Nacht der Talente & Clockwatch

Sie stehen mit den sechs Füßen tief im Punk, aber ihre Köpfe sind frei für das, was heute los ist in der Welt. Die Karlsruher Band Transporter hat sich von Aggression und Rotzigkeit über die Freiheit improvisierter Musik zu einem druckvollen, Riff-orientierten Sound entwickelt. Den sie auch schon von der Feldbühne runter auf „Das Fest“ losließen. Dass Bassist Gwent Even und Gitarrist Maic Nebel schon sehr lange zusammen spielen und singen, hört man den Tracks an: Nichts dudelt, die Songs kommen gleich zum Punkt – auch in den deutsch gesungenen Texten. Schlagzeuger Stefan Keller fügt sich mit geradem und auch mal filigranem Spiel perfekt in den Sound ein. Und doch hat das Ganze einen poetischen Optimismus, der an die 70er erinnert: Wir müssen das Alte überwinden – dann ist alles möglich.
transporterband.de

 

 

 

Den Abend eröffnet das DTransporter + Nacht der Talente & Clockwatchuo Nacht der Talente. Bei ihnen geht es verspielter zu. „Die meisten unserer Lieder drehen sich ums Essen – und das andere“, erklären die beiden ihre Themen: von Plastiksandalen im Urlaub über den Haarschnitt von Gundula Gause bis zum Weltraummüll, der wenigstens schweben kann. Liebeslieder gibt es auch, aber sie sind schwer zu erkennen, denn die Songs treiben schnell weiter. Trotzdem lauert im rauen Arangement so mancher Ohrwurm (wer es probieren will, hört „Freundinnen“ auf der Bandcamp-Seite). Beim Auftritt weiß man nie genau, was einen erwartet, denn Sänger/Gitarrist Hendrik Brüggemann und Schlagzeuger Wolfgang Müller laden ganz gern Gäste ein, die für ein paar Songs mitmachen. Und es dann auch wieder lassen. Verlass ist nur auf eins: Kein Song ist länger als dreienhalb Minuten.
nachtdertalente.bandcamp.com

 

Transporter + Nacht der Talente & ClockwatchVon Anfang bis Ende des Abends mit dabei ist das Karlsruher Electro-Duo Clockwatch. Die blutjungen Musiker machen aus dem Warten, bis es losgeht, und der drögen Umbauphase einen piepsenden, blubbernden, farbig schillernden Klangozean, in den man sich werfen kann und ordentlich zappeln, damit man nicht untergeht. Ihre Beats sind zwingend und doch komplex, live wird viel improvisiert. Krautrock, Kraftwerk, Moritz von Oswald nennen sie als ihre Vorbilder. Da kann nichts schiefgehen: eine echte Entdeckung!
soundcloud.com/clockwatch

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